Computer und Gaming

Wie Amazon Festplatten verpackt…

In einigen Rezensionen bei Amazon über Festplatten war schon die Rede, dass die Verpackung derselben bei Amazon unter aller Kanone ist. Da dies allerdings schon über Jahre zurücklag dachte ich, dass man bei Amazon aus diesen Fehlern gelernt hätte. Eine Bestellung später war ich dann ernüchtert und enttäuscht. Das kann ja fast nicht wahr sein…

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Der geneigte Leser möge bitte seinen Blick auf die zwei Umschläge „A2“ lenken. Hier befinden sich die beiden Festplatten nordamerikanischer Bauart, die ich bestellt hatte. Die Platten sind in Anti-Statik-Folie verschweißt. Diese wurden dann einfach in den Papp-Umschlag gesteckt. Keine Polsterung, keine Frachtsicherung – nichts!

Festplatten sind mechanische Wunderwerke. Und als solche überaus stoßempfindlich. Von diversen Dokumentationen weiß man, dass Paketdienste nicht gerade zimperlich mit den Paketen umspringen. Und in den großen Logistik-Zentren über Förderbänder schon einmal Fallhöhen von einem guten Meter drin sind. Aus diesem Grund gebietet der gesunde Menschenverstand, Festplatten entweder in eine Plastikumhüllung zu stecken, die ihrerseits stoßdämpfend wirkt, das Paket mit Flocken auszufüllen, damit der Inhalt nicht durcheinanderkugelt, oder Blister-Packs zu verwenden, die auch grobe Stöße auffangen.

Nichts von alledem hat Amazon benutzt. Und noch dazu liegt hier 100 Meter feine Kupferlitze auf einer Rolle im Paket, die gute 10 kg auf die Waage bekommt. Möchte nicht wissen, wie oft das Ding auf die Platten gefallen ist.

Was aber dem Fass dann endgültig den Boden ausschlägt ist etwas anderes… In dem gelben Umschlag befindet sich ein Firewire-Kabel. Ein Kabel. Mit zwei Steckern. Und was ist der gelbe Umschlag?! Er ist gepolstert! WTF?! Kabel werden in einem gepolsterten Umschlag verschickt, Festplatten nicht! Die stopft man einfach in einen Papp-Umschlag. Ohne jeden Schutz! Ich glaube das nicht…

Erkennt hier irgend jemand die Logik? Oder fällt das unter vorsätzliches Ärgern?
Kabel in gepolsterten Umschlägen… Hätte ich das irgendwo gelesen, hätte ich wahrscheinlich gezweifelt. Aber das echte Leben ist dann doch härter, als so manche Erzählung.

Mal gespannt, wie lange die Platten durchhalten. Werde die nächsten Wochen verstärkt SMART-Tests laufen lassen. Mit ein wenig Glück haben sie den Transport überlebt. Aber trotzdem… Warum, Amazon… Warum?!

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